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14.06.2019

Größte Soester PV-Anlage sorgt für strahlende Gesichter

Soest. Seit rund einem Jahr ist die größte Soester Photovoltaikanlage nun am Netz und sorgt für viel Freude. Eigentümerin der Anlage ist die Eissport-, Verwaltungs- und Beteiligungsgesellschaft des Kreises Soest (EVB) aus dem Entsorgungswirtschaft Soest GmbH (ESG)-Unternehmensverbund. Nach rund sechs Wochen waren im Mai 2018 die Arbeiten auf dem Dach der Kompostierungsanlage Soest abgeschlossen worden. Die PV-Module erstrecken sich über eine Fläche von rund 6.600 m2 und setzen sich mit einer Gesamtleistung von 750 kW deutlich von den übrigen Soester PV-Anlagen ab. In dem ersten Betriebsjahr von Mai 2018 bis Mai 2019 erzeugte die Anlage rund 700.000 kWh, was ausreichte, um zirka 200 Haushalte mit Sonnen-Ökostrom zu versorgen. Auf Basis der aktuellen Stromkennzeichnung des deutschen Strommixes hat die PV-Anlage sauberen Strom produziert der rund 305.000 kg CO2 einspart. Damit legte die neue Anlage einen gelungenen Start hin und brachte die Gesichter der Beteiligten zum Strahlen.
 
Freuen sich über die größte Soester PV-Anlage ESG und Stadtwerke Die Beteiligten der ESG und der Stadtwerke haben allen Grund mit der Sonne um die Wette zu strahlen: Martin Althoetmar (ESG), Jürgen Schrewe (ESG), Jörg Kuhlmann (Stadtwerke), Roxanna Paetzold (Stadtwerke) - im Vordergrund - Max Griebenow (Stadtwerke), Sascha Winkelmann (Stadtwerke) und Frederik Kasperski (ESG).
 

„Mit dieser PV-Anlage leisten wir einen Beitrag zur Energiewende vor Ort und setzen unsere ökologische Ausrichtung konsequent fort. Im Januar 2019 haben wir in Soest zusätzlich eine 420 kW-PV-Anlage auf dem Dach einer Gewerbeabfallsortierungsanlage in Betrieb genommen. Darüber hinaus laufen die Planungen für eine 720 kW-Anlage auf dem Dach des neuen Kompostwerks in Anröchte und für eine 750 kW-PV-Freiflächenanlage auf dem Areal der Altdeponie in Geseke“, gibt Jürgen Schrewe, Geschäftsführer der ESG, einen Einblick in Teile der PV-Ökostromproduktion des Unternehmens. 

Wenn es Sonnenlicht gibt, dann produzieren die Anlagen sauberen Strom, soweit so einfach. Der komplizierte Teil folgt bei der energiewirtschaftlichen Abwicklung der Stromeinspeisungen – und bei den Prognosen für die Anlagen. Hier kommen die Stadtwerke Soest als Partner beziehungsweise Dienstleister ins Spiel. Der Gesetzgeber schreibt bei den Anlagengrößen der ESG eine sogenannte Direktvermarktung vor. Das heißt, dass der Strom nicht über die sonst übliche Einspeisevergütung für Erneuerbare Energien am Großhandelsmarkt zur Verfügung gestellt wird, sondern direkt von den Stadtwerken in ihr Handelsportfolio aufgenommen wird. Der heimische Energiedienstleister kümmert sich um sämtliche Aspekte, die auf die Erzeugung des Stroms folgen. Die ESG und die Stadtwerke Soest bieten dabei ein gutes Beispiel für funktionierende interkommunale Zusammenarbeit.

Das Thema Photovoltaikanlagen für Privat- und Geschäftsleute haben die Stadtwerke Soest von Anfang an auf ihrer Agenda. „In Soest sind seit dem Jahr 2000 rund 1.000 PV-Anlagen gebaut worden, davon zirka 100 von den Stadtwerken als Energiedienstleistung“, skizziert Jörg Kuhlmann, Prokurist der Soester Stadtwerke, das Engagement und fügt hinzu: „Einerseits eine beeindruckende Zahl, andererseits zeigt es auf, dass bei rund 23.000 Haushalten in Soest noch ein enormes Potential für einen weiteren PV-Zubau besteht. Getreu dem Ziel der Energiewende: Strom sollte möglichst dort produziert werden, wo er verbraucht wird.“